Adipositaschirurgie

Im Rahmen der Adipositaschirurgie werden in der modernen Medizin viele Verfahren und Behandlungen durchgeführt. Dabei spielen insbesondere die chirurgischen Eingriffe eine grundlegende Rolle.
In diesem Zusammenhang sind zum Beispiel das Magenband, der Schlauchmagen, der Magenballon oder der Magenbypass zu erwähnen. Eine besonders aufwendige Methode ist die sogenannte BPD, auch als biliopankreatitischer Bypass bezeichnet. Eine eher simple aber wirksame Methode ist zudem, so martialisch es sich anhört, das Abtackern von speziellen Bereichen des Magens, um das Volumen zu reduzieren.
Die Verfahren bieten eine deutliche Abgrenzung zur Fettabsaugung, da sie mit einer einzuhaltenden Diät und Kostreduzierung verbunden werden müssen. Im Gegensatz zu einer Fettabsaugung handelt es sich bei diesen chirurgischen Methoden um sehr aufwendige invasive Operationstechniken, welche bei extremer Adipositas die Alternative darstellen.

Erfolgsaussichten bei chirurgischer Adipositasbehandlung

Durch erfolgreich durchgeführte adipositaschirurgische Methoden kann das komplette Gesamtgewicht reduziert werden. Bei einer Fettabsaugung werden dabei nach und nach nur einzelne Problemzonen erfasst. Dies hat zwar Bedeutung für die Modellage des Körpers, bringt aber unter dem Aspekt der Risiken und der körperlichen Belastung nur eingeschränkte Wirkung bei der Therapie der krankhaften oder hochgradigen Adipositas.

Die Vorteile der Adipostaschirurgie liegen in der Ausführung der Operationstechniken. Da diese vielfach auf laparoskopischer Durchführung in der Bauchhöhle beruhen, sind kaum Narben zu erwarten. Diese sind auch minimal, was gleichzeitig eine kurze Wundheilung bedeutet. Eine Fettabsaugung betrifft dagegen vielfach relativ große Gewebsbereiche und ist daher teilweise mit heftigen Wundheilungsstörungen behaftet.

Zur Ausführung der Adipostasschirurgie gehört neben der Einbringung eines Magenbandes die Anlage eines Magenballons. Dieser wird bei der optimalen Lage im Magen mit Wasser oder Luft befüllt und reduziert ebenfalls das Magenvolumen. Somit stellt sich ein vorzeitiges Sättigungsgefühl ein und die Nahrungsaufnahme ist reduziert. Der gleiche Effekt entsteht bei der Abtrennung von bestimmten Magenbereichen durch ein sogenanntes Magenband. Dieses kann nach einer gewissen Zeit ebenfalls wieder problemlos entfernt werden, ist also reversibel. Der Nachteil eines Magenbandes besteht allerdings teilweise in der Entstehung von Abstoßungsreaktionen oder Verwachsungen im Magenaußenbereich. Auch Verdrehungen oder Infektionen sind hierbei als Komplikationen möglich.

Alle adipositaschirurgischen Maßnahmen bedürfen einer intensiven Nachsorge, Begleitung und ärztlicher Beobachtung. Von großer Bedeutung ist die komplette Umstellung der Ernährungsgewohnheiten, welche sich auf die Einnahme möglichst kleiner Nahrungsmengen beschränkt. In Begeleitung dieses veränderten Essverhaltens ist es notwendig die Gewichtsreduktion durch die zusätzliche Einnahme von Vitaminen und Spurenelementen zu komplettieren, um Mangelerscheinungen vorzubeugen.

Die Fettabsaugung ist eine Möglichkeit, um eine äußerliche Verschönerung zu erzielen und die Adipostaschirurgie zu unterstützen. Dabei wird die Körperform eines adipösen Menschen nach einer Adipositaschirurgie auf Grund der funktionellen und ästhetischen Indikation modelliert. Die Adipositaschirurgie besteht zumeist im Zusammenhang mit psychologischen Problemen. Dabei soll eine verbessertes Körperbild die Fettverteilungsstörungen weitgehend beheben.